Jahreslosung 2012

"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!"
                                                       2. Kor. 12,9

Bei Gott werde ich schwach

Schwachheit wird im Allgemeinen als etwas Negati-ves angesehen: Wer schwach ist, unterliegt dem Stärkeren, der Kleine dem Großen, der Arme dem Reichen etc. So sagt es uns vielfach die Weltge-schichte und die eigene Lebenserfahrung.
Doch kann es auch ganz anders sein. Wenn der vermeintlich Unterlegene überraschend gewinnt, freuen wir uns, z. B. im Fußball über ein "Pokal-wunder" oder darüber, dass "David gegen Goliath" gewonnen hat. Was uns als Ausnahme erscheint, ist bei unserem Gott an der Tagesordnung. Er for-dert uns auf, seiner Stärke zu vertrauen und sich nicht auf das Eigene zu verlassen. Je "stärker" ich bin und die Dinge selbst in die Hand nehmen will, desto weniger kann sich Gott in meinem Leben zei-gen. Je "schwächer" ich bin, desto mehr kann sich der Herr in mächtiger Weise offenbaren. "Ich aber muss abnehmen, damit er in mir zunehmen kann", sagt Paulus dazu.
Die Weihnachtszeit liegt hinter uns, in der wir daran gedenken, wie Jesus, der Erschaffer, der Erretter und Erlöser dieser Welt als Säugling zu uns kam, der auf die Hilfe seiner Eltern und seines himmli-schen Vaters angewiesen war. Als Lamm Gottes zog er später in Jerusalem ein, um sich selbst zu opfern. Im ersten Moment sah es wie die größte Niederlage aus und stellte sich danach als der herr-lichste Sieg heraus, der je errungen wurde
So ist es bei Gott: In den Schwachen will und wird er mächtig sein! Deshalb darf ich bei Gott schwach werden und auch Schwächen zugeben, denn dann kann er sich als der offenbaren, der er ist: Ein lie-bender Vater, der in uns kräftig wird und wirkt durch seinen Heiligen Geist..
Dieser Herr des Lebens wird uns alles geben, was wir für unser (Glaubens-) Leben brauchen, wenn wir alle Zeit auf ihn schauen und ihm vertrauen.
Das wünsche ich uns allen von Herzen für das neue Jahr.
Euer
Arndt Grupe

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